Die Anlauttabelle
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. September 2011 um 16:40 Uhr Geschrieben von: Minna Dienstag, den 29. März 2011 um 18:58 Uhr
Eine Anlauttabelle ist ein guter Begleiter eines Kindes auf dem Weg zum Schriftspracherwerb im Deutschunterricht an der Grundschule. Sie besteht aus der Reihenfolge aller Laute, die unter Mithilfe von Bildern dargestellt werden.
Der Anlaut ist der erste Laut eines Wortes oder einer Silbe. Es folgt der Inlaut oder manchmal sogleich der Auslaut, z.B. Po.
Ein Laut ist nicht zu verwechseln mit einem Buchstaben. Ein Vokal besteht nur aus einem Laut (a, e, i ,o, u)
Alle Konsonanten bestehen aus mindestens zwei Lauten, werden gebildet mit jeweils einem Vokal (b = b+e).
In einer Anlauttabelle werden die Buchstaben nur mit ihrem eigentlichen Laut gebraucht. Dazu wird ein Bild zugeordnet, welches mit diesem Anlaut beginnt, z. B. das Bild einer Puppe für P. Bei Vokalen gibt es häufig Unterscheidungen in der bezeichneten Länge der Aussprache. So gibt es ein Bild für E mit kurz gesprochenem Anlaut, wie "Ente" und eines mit lang gesprochenem Anlaut, wie "Elefant". Das Hören eines Lautes erleichtert dem Kind die Verschriftlichung, wenn es dazu ein anschauliches Bild hat.
Außerdem findet man auf diesem Feld die richtige Schreibung für den Großbuchstaben und den Kleinbuchstaben. Die Anlauttabelle erleichtert den Kindern die Laut-Buchstabenzuordnung und muss mit Beginn des Lesenlernens stetig trainiert werden. Es ist daher unerlässlich, vorerst auf lauttreues Wortmaterial zurück zu greifen und beispielsweise auf schwierige Buchstabenverbindungen erst einmal zu verzichten, wie z.B. Verschlusslaute (ng, nk usw.) oder anders gesprochene Laute (st, sp).
Dies ist für Kinder sehr hilfreich, wenn sie mit dem Lesen beginnen. Von Anfang ist muss man den Kindern bewusst machen, dass jedes Wort nach gleicher Struktur aufgebaut ist: Laut-Silbe-Wort.
Zum Erlernen der auditiven Wortdurchgliederung sind Anlauttabellen ein sicheres Hilfsmittel. Jedoch muss man Kindern bewusst machen, dass in jeder Silbe eines Wortes immer ein Vokal enthalten sein muss. Diese kann man auf der Anlauttabelle besonders kennzeichnen, damit die Kinder trainieren, dies zu überprüfen, wenn sie ein Wort allein geschrieben haben. Das wiederum ist wichtig für das erfolgreiche Erlernen der Rechtschreibung.
Die synthetische Methode des Leselernens ist vielfach die günstigere Methode, um vielen Kindern den Schriftspracherwerb zu erleichtern. Methoden, in denen ausschließlich Anlauttabellen verwendet und die Kinder häufig allein gelassen werden, sind hinterfragungswürdig. Nicht jedes Kind ist in der Lage, die Wortdurchgliederung, ohne die Struktur eines Wortes zu begreifen, erfolgreich zu bewältigen. Daher sollte man sich sowohl der Anlauttabellen, als auch der Silbenbögen (und Silbenklatschen) während des Erstlesunterrichts bedienen.
Geeignetes Unterrichtsmaterial für die Grundschule:
Elmar, unser Brieffreund aus Afrika - ein Schreibprojekt, Klasse 1
Lernwerkstatt Zwergenalarm, Klasse 1
Bromm Bär und Tiger Willi im Dschungelhaus - LeseLernSpiel (CD-Rom), Klasse 1-2


