Der aufregende Briefwechsel mit Elmar, dem karierten Elefanten
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. Januar 2011 um 13:45 Uhr Geschrieben von: Iris Kowalewski Dienstag, den 10. Juni 2003 um 00:00 Uhr
An einem Montag wie jedem anderen betraten die Kinder der Klasse 1b ihr Klassenzimmer. Wie jeden Montag fingen sie an, ihre Freiarbeitsaktivitäten für die kommende Woche zu planen. Doch plötzlich wurden si
e auf etwas aufmerksam. Da war doch etwas! Da steckte ein riesengroßer Zettel im gekippten Fenster! Dieser Zettel entpuppte sich schnell als Brief. Ein Brief von Elmar, dem karierten Elefanten, den sie nu r aus Bilderbüchern kannten. Und so eine berühmte Persönlichkeit schrieb nun an sie: die Klasse 1b.
Aber wie n ur hatte Elmar den Brief ins Fenster stecken können? Gemeinsam machten wir uns auf die Suche. Im Pausenhof war dann alles klar. An der Schulwand konnte man die Elefantenspuren deutlich erkennen. Und im Beet davor sah man unanzweifelbar Elefantenabdrücke. Er hatte sich einfach mit den Vorderfüßen an der Wand abgestützt und den Brief ins offene Fenster im ersten Stock geklemmt.
Nun war auch schnell klar, dass die Kinder Elmar zurückschreiben wollten. Allein, zu zweit oder in der Gruppe machte man sich ans Werk.
Das Briefeschreiben wurde fester Bestandteil der Montag-Vormittage. Schließlich wohnte Elmar in einem Zirkus irgendwo im Landkreis und hatte nur sonntags frei und so Zeit zur Schule zu kommen, seine Antwortbriefe zu lesen und zurückzuschreiben. So erfuhr Elmar über den Ablauf eines Schultages, über die Lehrer und über die Wohnorte der Kinder.
Nun war Elmar aber schon lange in Deutschland. Er fing an, seine Freunde zu vermissen. So kam es, dass der Elefant Rat suchte und sich an die Kinder wandte. Diese standen ihm natürlich mit Rat und Tat zur Seite, schrieben Briefe und Witze.
Als Elmar der Klasse 1b das nächste Mal antwortete fanden sie eine Überraschung vor: ein Dankeschön von Elmar. Für jedes Kind lag eine Schatzkarte bereit. Die Hälfte davon zeigte den Ort der Schatzkarte an, die andere Hälfte die Fundstätte für den Schlüssel. Im Pausenhof wurde die Kiste mit dem Schloss schnell entdeckt. Aber der Schlüssel? Nach langem Suchen wurde dieser endlich hängend in einem Baum gefunden. Ist ja auch ein logisches Versteck für einen Elefanten… In der Schatzkiste fanden die Kinder schließlich Smarties und einen bunten Stein für jeden. Bunt musste alles sein, was Elmar schrieb und mitbrachte, denn Elmar ist ja auch bunt.
Trotz der vielen Ratschläge verstärkte sich Elmars Heimweh noch und kurz vor den nächsten Ferien erfuhren die Schüler, dass Elmar zurück zu seinen Freunden und Verwandten nach Afrika fährt. Zunächst waren alle Kinder sehr traurig. Aber Elmar gab ihnen mit seiner E-Mail Adresse die Möglichkeit, ihm immer wieder zu schreiben. Natürlich musste man das sofort im Informatikraum ausprobieren. Und sogleich wurde Elmar mit einer Flut von E-Mails eingedeckt …



Iris Kowalewski schrieb zu Ihrem Projekt, das als Heft im Grundschulstunden Verlag erschienen ist: Elmar, unser Brieffreund aus Afrika


